Inklusives Theaterprojekt Herrenberg

Die öffentliche Präsentation der Generationen übergreifenden Gruppe mit und ohne Unterstützungsbedarf hat gezeigt, wie wichtig die kulturelle Teilhabe für das soziale Leben einer Stadt sind. Zum ersten Mal ist es gelungen, in einem gleichberechtigten Miteinander und auf Augenhöhe die unterschiedlichen Talente und Fähigkeiten der Mitspielenden auf die Bühne zu bringen.

Der Spielort, das Herrenberger Jugendhaus, hat zudem ganz neue Verbindungen zwischen den Generationen bewirkt und persönliche Kontakte vertieft.

Inhaltlich hat sich die Theatergruppe mit der Herrenberger Stadtgeschichte aus historischer Sicht beschäftigt und einen Bogen zur heutigen Zeit geschlagen. Das Hineinschlüpften in Rollen wie Adlige, Handwerker*innen, Bürger*innen ermöglichte, neue Persönlichkeitsanteile zu entdecken.

Von großer Bedeutung war die Umsetzung persönlicher Geschichten in der Jetzt-Zeit.

Lieblingsorte und kleine Anekdoten dazu zu erzählen, hat eine tiefe Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld geschaffen. „Hier lebe ich, hier liebe ich, hier lache ich, hier weine ich.....“

Der Blick in die Zukunft, Wünsche an die kommunalen Vertreter*innen stärkeren das Selbstbewußtsein einer aktiven Teilhabe. Es erforderte viel Mut, auf der Bühne, vor einem großen Publikum, die eigenen Wünsche zu formulieren, ob bessere Busverbindungen, ein Kino oder mehr Grün in der Stadt. Inklusion im besten Sinne!